Die ehrliche Antwort zuerst: komplett abgewöhnen wirst du es ihr nicht. Und das solltest du auch nicht wollen – Kratzen ist für Katzen so wichtig wie für uns das Dehnen nach dem Aufstehen. Was du aber sehr wohl erreichen kannst: dass deine Katze an den richtigen Stellen kratzt und deine Möbel in Ruhe lässt.
Schritt eins: Verstehe, was gerade passiert. Beobachte ein paar Tage lang, wann und wo deine Katze kratzt. Direkt nach dem Aufwachen? Wenn sie dich morgens begrüßt? An bestimmten Stuhlbeinen und nicht an anderen? Diese Muster geben dir Hinweise darauf, welche Stellen für sie besonders wichtig sind.
Schritt zwei: Platziere Alternativen genau dort. Wenn deine Katze morgens am Stuhl neben dem Bett kratzt, bringt ein Kratzbaum im Flur wenig. Näher an der Stelle, an der sie ohnehin kratzen will, ist die Chance viel größer, dass sie die Alternative annimmt.
Schritt drei: Mach die unerwünschte Stelle unattraktiv, während du die Alternative attraktiv machst. Doppelseitiges Klebeband oder raschelnde Folie an Möbeln schrecken viele Katzen ab, ohne sie zu erschrecken oder zu bestrafen. Kombiniert mit einer verlockenden Alternative direkt daneben, lernt deine Katze schnell um.
Schritt vier: Belohne die richtige Wahl. Wenn deine Katze am Kratzbaum oder an der Kratzalternative kratzt, ein Leckerli oder Lob – Katzen verknüpfen das schnell mit positivem Verhalten.
Schritt fünf: Schütze, was noch nicht "umerzogen" ist. Realistisch gesehen wird die Umgewöhnung nicht über Nacht passieren. In der Zwischenzeit – und ehrlich gesagt auch danach, denn hundertprozentige Garantien gibt es bei Katzen nie – lohnt sich ein direkter Schutz der gefährdeten Möbel. Unsere Stuhlhussen mit Sisal übernehmen genau diese Aufgabe: Sie schützen das Stuhlbein und bieten gleichzeitig eine Kratzfläche, sodass du nicht ständig zwischen "verbieten" und "zusehen" hin- und hergerissen bist.
Wichtig: Geduld ist hier keine Floskel, sondern die eigentliche Erfolgsformel. Katzen lernen, aber nicht auf Kommando.























